Die Haute Route Dolomites 2017

Im letzten September hatte ich Gelegenheit, an einem der fantastischen Radrennen teilzunehmen, die Haute Route auf der ganzen Welt anbietet, dem Dolomites 2017.

Dieses 7-Tage-Rennen, wie jedes Jahr bestens organisiert, fand in der außergewöhnlichen Region der Dolomiten statt, die jeder Radfahrer oder Tourist wenigstens einmal in seinem Leben erkundet haben sollte. Die Landschaften sind von atemberaubender Schönheit und alles kam zusammen, um eine herrliche Woche verbringen zu können.

Die diesjährige Auflage fand zwischen Innsbruck und Venedig statt, betrug 850 km und ging über 21.000 Höhenmeter. Der Wetterbericht sagte nicht das Beste voraus und wir machten uns darauf gefasst, ein wenig zu leiden (21.000 m – das sind die Höhenmeter, die ein durchschnittlicher Radsportler in einem Jahr absolviert!)

Jemand, der keinen Sport treibt und an seine Bequemlichkeit gewöhnt ist, würde sagen, dass wir völlig verrückt sind. Ein Gelegenheitssportler – besser dazu in der Lage, zu ermessen, was diese 7-Tages-Prüfung bedeutet – würde sagen, dass wir ein bisschen verrückt sind.
Sind wir verrückt, meine Teamgefährten und die 350 anderen Teilnehmer? Nein, ganz im Gegenteil! Wir sind es nicht, denn gerade in diesen Augenblicken fühlt man wirklich, dass man lebt.
Das ist das wahre Leben! Dieses Leben, das wir, zivilisierte Menschen des 21. Jahrhunderts und oft hyper-urbanisiert, verloren haben. Manche von uns haben den Umgang mit dem wertvollsten, das wir haben, unserem Körper, so sehr vergessen, dass wir uns dieses Schatzes nicht einmal mehr bewusst sind. In meinem Buch rate ich dazu, dieses wesentliche Element des Glücks nicht zu vergessen: „Gehen Sie ins Freie, leben Sie, laufen Sie, tauchen Sie ein, spielen Sie, wälzen Sie sich auf der Erde, spüren Sie den Geschmack der Gräser, wenn Sie es möchten. Hier spielt sich das Leben wirklich ab. Werden Sie wieder zu dem kleinen Kind, das so lange in den Feldern läuft, bis es sich hinfallen lässt, aber vergessen Sie vor allem die Namen der Blumen, den Wetterbericht, die Uhrzeit und die Angst davor, sich lächerlich zu machen. Vergessen Sie das alles, Sie sind dieses kleine Kind, ein Tiger oder Tarzan. Werden Sie alles, was Sie wollen, nur nicht zu diesem schrecklich intellektualisierten Wesen, das Sie gewöhnlich sind.“

Haben wir nun gelitten während dieser intensiven Woche, eine solche Anstrengung ist schließlich kein Pappenstiel? Aber nein! Meine sehr lieben Weggefährten und ich, wir haben nicht gelitten, und ganz sicher auch nicht die anderen Teilnehmer, nach ihrem Lächeln zu urteilen. Alles war reines Vergnügen und Freude, selbst unter den schrecklichen Wetterbedingungen, die wir angetroffen haben. Am Abend haben wir uns erlaubt, wie die Löwen zu essen und ein paar gute Flaschen zu trinken. Man muss dazu sagen, dass meine Weggefährten die positive Lebenseinstellung mit ebenso viel Leidenschaft kultivieren wie viele Leute, so scheint es, ihre negative Lebenseinstellung. Wenn Sie mein Buch gelesen haben, dann wissen Sie, dass ich diesen Wert neben vielen anderen besonders herausstreiche.
Ich habe während dieses Rennens nicht gelitten und ich habe ein großes Glück aus ihm bezogen, weil ich mein ganzes Leben lang die Palette von Werkzeugen nutze, die ich in meinem Buch vorlege. Renntage werden so zu Tagen reiner Freude. Die Methode ist in allen Lebensbereichen genau dieselbe: sich einfach daran zu gewöhnen, die richtigen Werkzeuge zu verwenden, in seinem eigenen Rhythmus, und dann einfach zu leben, mit Freude und Erfolg. Treten auch Sie in die Welt des Glücks und des Erfolgs ein!

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